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Demo-Fotos
Fotos von der Anti-Nazi-Demo vom 19.05.07 in der Bocholter Innenstadt










Während und nach der Protestaktion versammelten sich Nazis vor den Stadt-Toren von Bocholt (siehe Bild oben). Infos zur "Division 28", eine nachfolgeorganisation der Verbotenen "Division", gibt es bei Wikipedia - einfach nachfolgenden Link anklicken:
Verbot der NPD gefordert
Erfolgreiche Anti-Nazi-Demonstration und Kundgebung in Bocholt

Rund 400 Teilnehmer zählte die erst vor einer Woche ins Leben gerufene Initiative „Bocholt stellt sich quer!“, die an der Demonstration und Kundgebung gegen den NPD-Infostand und gegen die sich in Bocholt formierende Nazi-Szene am Samstag, 19. Mai, in Bocholt teilnahmen. Mit Trillerpfeifen und Spruchbändern zogen sie lautstark vom Berliner-Platz zum Infostand der NPD in die Neustraße.
In allen Redebeiträgen kam klar zum Ausdruck, dass die NPD und ihre Anhänger in Bocholt unerwünscht sind (RednerInnen: Hermann Leiting (Bündinis 90 / Die Grünen), Dr. Werner Loock (Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Westmünsterland e.V.), Abdulkadir Kis (Deutsch-Türkische Gesellschaft), Daniela Bruno (ver.di Jugend), Martin Koslowski (IG Bauen Agrar Umwelt), Dieter Sauerwald (Attac), Jörg Bütefür (WASG), Rainer Sauer (Initiative „Bocholt stellt sich quer!“). Die Teilnehmer zeigten sich fest entschlossen, die Straße nicht den Nazis zu überlassen. Immer wieder riefen sie in Sprechchören „Nazis raus! Nazis raus!“. Und „Ihr könnt nach Hause geh’n! Ihr könnt nach Hause geh’n!“. Welches Gedankengut in den Köpfen der Nazis steckt, zeigte ein Kennzeichen eines Fahrzeuges eines NPD-Anhängers, welches demonstrativ mitten in der Fußgängerzone parkte mit dem unglaublichen Nummernschild „BOR Y 1933“. Alle Teilnehmer waren sich darüber einig, erst dann zu gehen, wenn der Infostand der NPD und deren Anhänger aus der Fußgängerzone verschwunden sind. Und so harrten sie schließlich bis kurz vor vierzehn Uhr aus. Während der Kundgebung wurde der Aufruf einer bundesweiten Kampagne „NPD-Verbot-jetzt“ verlesen, der unter den Teilnehmern Zustimmung fand und gleich an Ort und Stelle unterschrieben wurde.
Rainer Sauer, von der Initiative „Bocholt stellt sich quer!“, kündigte zum Abschluss an, dass die Initiative erst am Anfang stehe und diese keine Ruhe mehr gebe, bis der letzte Nazi aus Bocholt verschwunden sei. Die Initiative hat seit einigen Tagen einen eigenen Internetauftritt unter www.bocholt-stellt-sich-quer.de .
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Im statistischen Bundesschnitt wurden 2006 in jeder Stunde eine rechtsextremistische Straftat und Tag für Tag zweieinhalb Gewalttaten mit rechtsextremistischen Hintergrund registriert. Diese offiziellen Zahlen sind vorläufig und sie stapeln tief. Entsprechend größer ist die Zahl der Opfer. Oder anders gesagt: Rechtsextremismus, Rassismus und Antisemitismus sind hierzulande längst wieder eine Gefahr für Leib und Leben geworden. Dagegen hilft kein Aufstand der Anständigen mehr, dem alsbald die Zuständigen abhanden kommen. Dagegen hilft nur ein Marathon der Demokraten mit Zivilcourage.
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