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Bürgerinitiative „NO NAZIS- Bocholt stellt sich quer“ zeigt sich empört über das Verhalten der Polizei während ihrer Kundgebung am vergangenen Samstag.

Anlässlich des Anti-Kriegstages am 1. September veranstaltete die Bürgerinitiative „NO Nazis-Bocholt stellt sich quer“ am vergangenen Samstag eine Kundgebung, bei der an die Opfer des 2. Weltkrieges erinnert wurde und zugleich auf die immer noch akute Gefahr von Neo-Nazis in NRW und Deutschland hingewiesen wurde. Zu diesem Zweck hat die Initiative Namen von Bocholter Opfern aus der NS-Zeit verlesen und symbolisch weiße Rosen mit Namen der Opfer verteilt. Ein großes Plakat, auf dem eine Deutschland karte abgebildet war, zeigte auf, wo bereits heute wieder die rechtsextreme NPD in Parlamenten vertreten ist.
Zu Beginn der Veranstaltung jedoch mischten sich ca. 8-10 Neo-Nazis unter die interessierten Bürger und versuchten am Infostand der Initiative ihre rassistische Weltsicht unter das Volk zu mischen. Auch nach mehrmaliger Aufforderung durch den Versammlungsleiter der Initiative weigerten sich die Neonazis die Kundgebung zu verlassen.
Als daraufhin Mitglieder des Sprecherkreises die Polizei aufforderte, Personen aus dem rechtsextremen Umfeld von der Versammlung auszuschließen, wurde dies von einem Polizeibeamten mit der zynischen Bemerkung kommentiert, wen man den wohl als nächstes ausschließen wolle, „die Behinderten oder die schwulen“.
Der Bitte der Initiative kam man nicht nach, die Neonazis konnten ungehindert vor dem Infostand bleiben.
Besonders empört zeigt sich „Bocholt stellt sich quer“ darüber, dass im Mai diesen Jahres, während eines Infostandes der rechtsextremen NPD, die Polizei vorgefertigte Platzverweise verteilte an Personen, die sich lediglich im weiträumigen Umfeld des Standes der Neonazis aufhielten und dort einkauften oder in Cafes frühstückten, jedoch nach Auffassung der Beamten geeignet seien den Stand der Rechtsradikalen zu stören.
Aus Sicht der Initiative ist dieses Verhalten unverantwortlich: Auf der einen Seite werden rechtsradikale Personen auf Wunsch des Versammlungsleiters nicht von der Versammlung ausgeschlossen, auf der anderen Seite jedoch werden unbescholtene Bürger mit einem Platzverweis belegt, wenn sie sich nur in der Nähe eines Infostandes der NPD aufhalten- und das nicht aufgrund von Straftaten, sondern aufgrund der Willkür der Polizei.
Offensichtlich wird hier mit zweierlei Maß gemessen. Entsprechende Dienstaufsichtsbeschwerden wurden bei der Bocholter Polizei eingereicht.
Laut Bürgerinitiative müsste dieser Vorfall Konsequenzen bei der örtlichen Polizeibehörde haben: Die oben getroffene Aussage eines Polizeibeamten und das willkürliche Vorgehen widerspricht der Neutralität der Polizei bei weitem und lässt vermuten, dass man „hin und wieder auf dem rechten Auge blind ist“, so ein Sprecher von „Bocholt stellt sich quer“.
Der Sprecherkreis der BI „NO NAZIS-Bocholt stellt sich quer“
Martin Feller Timo Eisenhuth Thea Wissen Tobias Elskamp Michael Angenendt***
Bürgerinitiative zeigt Flagge gegen Neo-Nazis:
Samstag, 19. April, 16 Uhr Neutorplatz
Unter dem Motto „Keinen Fußbreit den Neo-Nazis“ ruft die Bürgerinitiative „No Nazis- Bocholt stellt sich quer!“ für Samstag, 19. April, um 16 Uhr zur Teilnahme an einer Kundgebung auf dem Neutorplatz in Bocholt auf. Die Aktion der Bürgerinitiative richtet sich gegen Neo-Nazis, die am selben Tag in der Bocholter Innenstadt eine Mahnwache planen.
Aufruf zum herunterladen - einfach anklicken!
Anfahrplan und Stadtplan Bocholt - einfach anklicken!
Erfolgreicher Spontan-Protest gegen Rassismus und Neo-Nazis in Bocholt


Rund 50 Bürger haben sich am Samstag, 12. April, auf dem Neutorplatz in der Fußgängerzone der Bocholter Innenstadt versammelt, um Flagge zu zeigen gegen einen Infostand der rechtsextremistischen NPD. Dazu kurzfristig aufgerufen hatte die Bürgerinitiative „No Nazis. Bocholt stellt sich quer!“. Außerdem sammelten Mitglieder der Bürgerinitiative an einem Infostand mehr als 150 Unterschriften „gegen Rechts in Bocholt“. Über dem Infostand spannten sie ein großes Transparent mit Aufschrift „Gegen Rassismus und Neo-Nazis in unserer Stadt! Die NPD und ihre Anhänger sind in Bocholt unerwünscht!“. Vor der Kundgebung, wofür ein Megaphon eingesetzt werden sollte, musste wegen einer Auflage der Polizei zunächst durchgezählt werden, ob mindestens 40 Teilnehmer anwesend sind. Doch die Zählung ergab, dass weit mehr als 40 Teilnehmer anwesend waren. Die Bürgerinitiative zeigte sich am Ende der Anti-Nazi-Aktion hoch zufrieden, besonders weil der NPD-Stand vorzeitig abgebrochen wurde. Das nächste öffentliche Treffen der Bürgerinitiative findet am Montag, 28. April, um 19.30 Uhr im Kolpinghaus, Kolpingstraße 3-4, in Bocholt statt.
Polizeibericht - einfach anklicken!
„Zug der Erinnerung“ kann in Bocholt nicht Station machen

Fast 100.000 Besucher haben den „Zug der Erinnerung“ schon bestiegen. In einer Woche sollte die rollende Ausstellung zur Geschichte der Deportierten von Hunderttausenden von Menschen in die NS-Vernichtungslager auch nach Bocholt kommen. Doch die Bürgerinitiative „No Nazis. Bocholt stellt sich quer!“ hat dem Verein „Zug der Erinnerung“ am heutigen Freitag mitgeteilt, dass dieser Zug nicht in Bocholt Station machen kann.
Der Grund: Es scheitert an den Kosten, die von der Deutschen Bahn AG dafür erhoben werden. Rund 2.400 Euro hat die Bürgerinitiative zwar zusammen bekommen, erforderlich wären aber 8.000 Euro, von den der Verein „Zug der Erinnerung“ 4.000 Euro übernommen hätte. Somit fehlen der Bürgerinitiative aber noch 1.600 Euro.
Bis zuletzt hat die Bürgerinitiative gehofft, dass die Stadt Bocholt auch etwas dazu gibt. Auf ein Schreiben mit einer entsprechenden Bitte hat Bocholts Bürgermeister Peter Nebelo jedoch nicht reagiert, heißt es in der Pressemitteilung. Erfreut ist man jedoch darüber, dass auch die Hospiz Stiftung Omega die Aktion mit einer Spende unterstützen wollte. Technische Hilfe bot hingegen die Bocholter Eisenbahngesellschaft an.
Der „Zug der Erinnerung“, der am 9. November 2007 in Frankfurt zu einer 3000 Kilometer langen Reise aufgebrochen ist, soll am 8. Mai, dem weltweit begangenen Jahrestag der Befreiung vom NS-Regime, in Auschwitz, dem heutigen Oswiecim in Polen, enden.
Die von einem Verein getragene Ausstellung erinnert daran, dass bei der Deportation von mehreren hunderttausend Kindern aus Deutschland, darunter auch Kinder aus Bocholt im Alter zwischen drei und neun Jahren, und dem übrigen Europa Schienennetz, Personal und rollendes Material der damaligen Reichsbahn benutzt wurden.
Wenn auch nicht der Zug kommt, so hat der Verein "Zug der Erinnerung" zugesagt, im Mai nach Bocholt zu kommen und über seine Erfahrungen mit diesem Projekt zu berichten.
Deportation von Kindern aus Bocholt - einfach anklicken!
Wir waren beim "Zug der Erinnerung" in Essen - einfach anklicken!
"Zug der Erinnerung" kommt nach Bocholt

Borkener Zeitung - Bericht Samstag, 01.03.08 (einfach anklicken).
Der „Zug der Erinnerung“ macht vom 16. bis 17. März am Bocholter Bahnhof Station, wenn die Kosten für die Nutzung der Bahntrasse und den Aufenthalt an die Deutsche Bahn AG in Höhe von 8.000 Euro aufgebracht werden können.
Die Hälfte (4.000 Euro) davon übernimmt der Verein „Zug der Erinnerung“. Die Bürgerinitiative „No Nazis. Bocholt stellt sich quer!“ als Veranstalter müsste somit noch ein Eigenanteil von 4.000 Euro aufbringen – und dass bis spätestens Freitag nächster Woche. Solange ist der „Zug der Erinnerung“ für Bocholt reserviert.
Die Bürgerinitiative ist daher auf finanzielle Unterstützung aus der Bevölkerung, Vereinen und Organisationen angewiesen, damit der „Zug der Erinnerung“ auch tatsächlich in Bocholt einfahren und Station machen kann. Wer die Aktion unterstützen möchte, kann sich bei der Bürgerinitiative (Tel. 0175-2044447 oder 02871-183535) im Internet unter www.bocholt-stellt-sich-quer.de melden.
Der „Zug der Erinnerung“ erinnert mit einer Ausstellung in den Waggons an die Millionen Kinder, die während des nationalsozialistischen Terrors mit den Zügen der Deutschen Reichsbahn in den Tod deportiert wurden. Auf seinem Weg ins polnische Auschwitz fährt der Zug der Erinnerung quer durch Deutschland. Auch in Bocholt wurden Kinder mit Bussen und Zügen in die Vernichtungslager gebracht. Das Stadtarchiv Bocholt stellt der Bürgerinitiative in der nächsten Woche entsprechende Dokumente zur Verfügung.
Eine private Initiative hat den Zug auf die Schienen gebracht, ohne Unterstützung durch die Deutsche Bahn AG, die sich jeden Kilometer und jeden Aufenthalt teuer bezahlen lässt. Knapp 6000 Kilometer legt der „Zug der Erinnerung“ auf deutschen Schienen zurück, bis er hinter Görlitz die polnische Grenze passiert. Organisiert wird das Projekt "Zug der Erinnerung" von einem eigens dafür gegründeten Verein. Weitere Infos im Internet unter unter www.zug-der-erinnerung.de
Zug erinnert an die Opfer des Naziterrors
Bürgerinitiative „No Nazis“ organisierte Fahrt zum „Zug der Erinnerung“

Die Bürgerinitiative „No Nazis. Bocholt stellt sich quer!“ bot am Wochenende eine Fahrt in die Vergangenheit an, um Bürgern in Bocholt und im Kreis Borken Gelegenheit zu geben, sich mit der NS-Gewaltherrschaft auseinander zu setzen.
Die Fahrt begann in Borken mit dem Regionalexpress, der in Essen auf Gleis 8 hielt. Dort ging es dann zum Gleis 22. Eine Menschentraube steht auf diesem Bahnsteig. Im Halbstundentakt werden sie durch den „Zug der Erinnerung“ geführt, den alten Zug, der hinter der qualmenden Dampflok steht.
Er erinnert an die Millionen Kinder, die während des nationalsozialistischen Terrors mit den Zügen der Deutschen Reichsbahn in den Tod deportiert wurden. Auf seinem Weg ins polnische Auschwitz fährt der Zug der Erinnerung quer durch Deutschland. Einen Monat lang ist er in NRW unterwegs. Eine private Initiative hat den Zug auf die Schienen gebracht, ohne Unterstützung durch die Deutsche Bahn, die sich jeden Kilometer und jeden Aufenthalt bezahlen lässt.
Im Innern des Zuges ist es stickig. Die Fenster sind mit Schwarzweiß-Fotos zugeklebt, Bilder von deportierten Kindern. Die Fahrgastabteile sind zu Abteilen der Erinnerung geworden. Beispielhaft werden einige Schicksale aufgegriffen. Da ist Ursula W., ein niedliches Mädchen mit großen Augen und Schultüte in den Händen, das kurz nach seiner Einschulung vergast wurde. "Lebensunwertes Leben", urteilten die Nazis. Einige Meter weiter erinnert eine Tafel an die Familie Löwenstein aus dem Rheinland, von der nur der Vater das Konzentrationslager überlebte.
Der Zug der Erinnerung zeigt nicht nur Opfer, sondern auch Täter. Julius Dorpmüller etwa, der Reichsverkehrsminister, der die politische Verantwortung für die Züge in den Tod trägt. Nach dem Krieg blieb Dorpmüller ein angesehener Mann, die Bahn zahlte bis 1991 die Pflege seines Grabes.
Knapp 6000 Kilometer legt der Zug der Erinnerung auf deutschen Schienen zurück, bis er hinter Görlitz die polnische Grenze passiert. Organisiert wird das Projekt "Zug der Erinnerung" von einem eigens dafür gegründeten Verein, die meisten von ihnen sind ehrenamtliche Mitarbeiter. Die DGB-Jugend begleitet den Zug durch NRW und ist mit der Resonanz zufrieden. Vor allem Schulklassen nutzen die kostenfreie Ausstellung. Im Gespräch berichteten die Zugbegleiter aber auch vom Ärger, mit der Deutschen Bahn. Sie verlangt für die Benutzung der Gleise Geld - und zwar nicht zu knapp. Bis der Zug seine letzte Station in Deutschland angefahren hat, werden es rund 90 000 Euro sein, erzählt einer der Zugbegleiter. So seien sie auf Spenden der Städte, von Vereinen und Privatpersonen angewiesen.
Der "Zug der Erinnerung" wird als nächstes Hagen (24. bis 25. Februar) und dann Wuppertal (26. bis 28. Februar) anfahren. Weitere Stationen und Infos unter www.zug-der-erinnerung.de



In Stadtlohn formiert sich Widerstand gegen braune Propaganda

Nach Information mehrerer Stadtlohner Bürger hat die rechtsextremistische NPD und ihre Anhänger am Mittwoch (13.02.08) gegen 17.00 Uhr an einem Infostand in der Stadtlohner Innenstadt braunes Propaganda–Material verteilt, drei Transparente entrollt und drei Redebeiträge gehalten. Dies bestätigte heute auf Anfrage der Bürgerinitiative „No Nazis. Bocholt stellt sich quer!“ auch die Polizei. Die Kundgebung hatten die ewig Gestrigen vorher bei der Kreispolizeibehörde Borken angemeldet. Nun formiert sich auch in Stadtlohn Widerstand. Der Tenor „Keinen Fußbreit den Faschisten“.
Dieter Hildebrandt – Grußwort anlässlich der Anti-Nazi-Demo am 8. September in Bocholt:

"Leider kann ich nicht hier sein aber alle grüßen kann ich, die es für nötig gehalten haben durch ihre Anwesenheit mitzuteilen, dass sie diesen rechtsradikalen Mob bekämpfen wollen, bis die Drahtzieher gemerkt haben, dass sie gegen die Mehrheit der Demokraten keine Chance haben. Ich erkläre mich mit den Anwesenden solidarisch. Wir haben die absolute Mehrheit in diesem Lande und das soll so bleiben. Ihr Dieter Hildebrandt"
Bürgerinitiative „No Nazis“ plant Open-Air-Festival
Die Bürgerinitiative “No Nazis. Bocholt stellt sich quer!“ plant für das kommende Jahr ein Open-Air-Festival gegen Rechts. Zeit und Ort stehen zwar noch nicht fest, jedoch soll die Veranstaltung nach den Sommerferien an einem Samstag in der Zeit von 14.00 Uhr – 22.00 Uhr am Aasee stattfinden.
Vom Musik-Programm her sollen alle Altersgruppen auf ihre Kosten kommen. Außerdem sind Redebeiträge von Opfern rechtsextremer Gewalt und von Aussteigern aus der Nazi-Szene geplant.
Andere Organisationen sollen ebenso einbezogen werden und sich durch Infostände einbringen können, wie Kirchen, Ausländerorganisationen, Gewerkschaften, Attac und Sportvereine. Bei der nächsten Vollversammlung am Donnerstag, 17. Januar, um 19 Uhr im Bocholter Kolpinghaus, geht es bereits um die konkrete Umsetzung.
Bürgerinitiative „No Nazis“ beendet Unterschriftensammlung „NPD-Verbot jetzt!“

Mehr als 4.000 Unterschriften hat die Bürgerinitiative „No Nazis. Bocholt stellt sich quer!“ für ein Verbot der rechtsextremistischen NPD seit Mai gesammelt. „Die Unterschriftenaktion ist zwar jetzt beendet, jedoch geben wir keine Ruhe, bis die NPD verboten ist“, so ein Teilnehmer beim Infostand am letzten Wochenende in der Bocholter Innenstadt, wo abermals 200 Unterschriften zusammenkamen.
Die Unterschriften-Aktion der Bürgerinitiative ist Teil einer bundesweiten Kampagne "no-npd" der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes, mit der der Bundestag aufgefordert wird, ein neues Verbotsverfahren gegen die NPD auf den Weg zu bringen. Die bundesweite Kampagne endet offiziell allerdings erst am 9. November. Bis dahin besteht noch die Möglichkeit, den Aufruf im Internet online zu unterschreiben – und zwar unter www.bocholt-stellt-sich-quer.de.
Die 15 Aktivisten am Infostand zeigten sich mit der Aktion insgesamt hochzufrieden. Es gab aber auch Kritik in Richtung Stadt: „Wir hätten noch mal so viele Unterschriften sammeln können, wenn uns die Stadt Bocholt nicht verboten hätte eine Lautsprecheranlage zu benutzen, um die Bürger besser zu erreichen.“
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Empfehlenswerter Beitrag
Queen Olivia Jones zu Besuch beim NPD-Parteitag - klasser Beitrag! Zum ansehen einfach >>> hier <<< anklicken!
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Friedliche Anti-Nazi-Demo war ein Riesenerfolg!


 Wochenlange Vorbereitungen haben sich für die Bürgerinitiative "Bocholt stellt sich quer!" gelohnt: Über 2.000 Bürgerinnen und Bürger nahmen den Aufruf wörtlich und stellten sich am Samstag auf dem Berliner Platz in Bocholt gegen eine Kundgebung der rechtsextremistischen NPD in ihrer Stadt tatsächlich quer. Die Redner wiesen in ihren Beiträgen auf die Gefahren hin, die von den Rechten ausgingen. Die Bürgerinitiative überreichte Wolfgang Dominik von der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes nach seinem Redebeitrag mehrere hundert Unterschriften zum Thema "NPD-Verbot jetzt", die vor einer Woche an einem Infostand in der Bocholter Innenstadt gesammelt wurden.
Fünf Bands, wie Sinnlos, Haltbar, Friendly Fire, Koela Beech und Singvögel, unterhielten die sich versammelnden Teilnehmer zunächst mit Musik der unterschiedlichsten Richtungen, von Punk bis Ska. Das Publikum dankte den Musikerinnen und Musikern mit kräftigem Applaus.
Um 10 Uhr begann der offizielle Teil. Rainer Sauer und Julia Heggemann, beide Sprecher der Bürgerinitiative „No Nazis. Bocholt stellt sich quer“ eröffneten die Auftaktkundgebung. Rüdiger Szymkowiak, Aktivist der Bürgerinitiative, las ein Grußwort von dem bekannten Kabarettisten Dieter Hildebrand vor, der an diesem Abend in Bocholt auftrat. Hildebrand wäre gerne selber gekommen, so Szymkowiak, war aber leider durch Termine verhindert. Ebenso entschuldigte sich der Bürgermeister Lothar Mittag von Rhede, wünschte der Veranstaltung aber viel Erfolg. Bocholts Bürgermeister Peter Nebelo erschien wegen anderer Termine nicht.
Nach der Kundgebung zogen 1.370 - so die offizielle Angabe der Polizei - Demokraten friedlich durch die Bocholter Innenstadt Richtung Bahnhof, wo sich die Nazis versammelt hatten. Nur eine Handvoll, statt der 100 angemeldeten, ewig Gestrigen waren gekommen. Am Ende der Demonstration versammelten sich alle und versuchten mit einem lauten Pfeifkonzert und Sprechchören den Hetzparolen der Nazis entgegen zu wirken.
"Selbst der Wettergott hatte an diesem Tag ein Einsehen", berichtet ein Sprecher der Initiative. "Nach anfänglichem Regen klarte es halbwegs auf und blieb zumindest während der Kundgebung und der Demonstration trocken." Die Initiative freut sich über die "gelungene, friedliche Großveranstaltung im gemeinsamen Kampf gegen Rechts". Großes Lob an die Bürgerinitiative gab es auch von der Einsatzleitung der Polizei. Pressecho - einfach >>> hier <<< anklicken!
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