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Pressemitteilung vom 28.06.08 

Die Bürgerinitiative „NO NAZIS-Bocholt stellt sich Quer“ zeigt ihre Solidarität mit türkischen Mitbürgern

 
Die BI „NO NAZIS-Bocholt stellt sich quer“ ist entsetzt über das Verhalten vieler Bocholter während des EM Spiels „Türkei gegen Deutschland“.

Beim Fußball geht es um Fairness- das Gleiche sollte nicht nur auf dem Fußballplatz gelten, sondern auch Konsens unter den Fußballfans sein. Daher sollte es eigentlich möglich sein, für die Mannschaft seiner Wahl zu fiebern, jedoch anschließend gemeinsam zu feiern oder Respekt vor den Gefühlen der Fans der unterlegenen Mannschaft zu zeigen.

Die rassistischen Entgleisungen während der „Public Viewing“- Veranstaltung  zeigten jedoch, dass Rassismus nicht nur ein Problem ist, welches am Rande der Gesellschaft herrscht, sondern zunehmend auch die Mitte der Gesellschaft erreicht.

Die Bürgerinitiative fordert daher, dass Peter Nebelo aus diesem Vorfall Konsequenzen zieht und es nicht nur bei einer entrüstenden Stellungnahme seinerseits bleibt, sondern sich aktiv für eine antirassistische Politik in Bocholt einsetzt. Dies bedeutet aus Sicht der Bürgerinitiative z.B. eine stärkere Unterstützung für antirassistische Schulprojekte, wie „Schule ohne Rassismus-Schule mit Courage“, welches von der Albert-Schweitzer-Realschule mitgetragen wird und über Aufklärungsarbeit versucht, rechtes Gedankengut erst gar nicht entstehen zu lassen.

Ebenfalls sollte ein stärkerer Kontakt zu ausländischen Gruppen und Initiativen in Bocholt gesucht werden, um gemeinsames kulturelles Verständnis zu fördern und ein Zeichen seitens der Politik zu setzen, dass diese Entgleisungen so nicht hinnehmbar sind und von der breiten Masse der Bocholter scharf verurteilt werden!

 
Der Sprecherkreis der BI „NO NAZIS-Bocholt stellt sich quer

 Michael Angenendt   Timo Eisenhuth   Thea Wissen   Tobias Elskamp   Martin Feller

 

 

Pressemitteilung - 02.07.07

Bürgerinitiative „No Nazis. Bocholt stellt sich quer!“ wehrt sich gegen geplanten Nazi-Aufmarsch in Bocholt

Aktuelle Pressemitteilung - einfach anklicken!

Mit einem Aufruf wendet sich die Bürgerinitiative „No Nazis. Bocholt stellt sich quer!“ an die Bocholter Bürger an der Demonstration und Kundgebung gegen den geplanten Nazi-Aufmarsch am 8. September in Bocholt teilzunehmen. Der Aufruf, der von möglichst vielen Einzelpersonen und Organisationen, wie den Kirchen, den Gewerkschaften, den Parteien, den Schulen, den Sportvereinen und den sozialen Einrichtungen, unterstützt werden soll, kann ab sofort im Internet heruntergeladen werden unter www.bocholt-stellt-sich-quer.de.

Im Aufruf zur Demonstration und Kundgebung gegen den Nazi-Aufmarsch in Bocholt am Samstag, den 8. September, in der gesamten Innenstadt heißt es: "Die NPD, JN, „Freie Kameradschaften“ und andere Nazis aus dem In- und Ausland wollen am 8. September 2007 in Bocholt unter dem Motto „Meinungsfreiheit auch für nationale Deutsche – gegen Inländerfeindlichkeit!“ ihre Hetze und Nazipropaganda auf die Straße bringen. Wir wollen in unserer Stadt und anderswo ohne Faschismus, Rassismus und Antisemitismus leben. Wir wissen, welch unendliches Leid die nationalsozialistische Gewaltherrschaft gebracht hat. Sollten Neo-Nazis bei uns wieder ihre menschenverachtende Propaganda verbreiten, darf das nicht unwidersprochen bleiben. Wir appellieren an die Verantwortlichen in Polizei und Verwaltung, alle rechtlichen Möglichkeiten auszuschöpfen, um diesen Aufmarsch zu verhindern. Deshalb erklären wir: Die NPD und ihre Anhänger sind in Bocholt unerwünscht! Wir rufen alle auf, am 8. September gemeinsam mit uns aktiv zu werden: Geht am 8. September mit uns auf die Strasse! Lasst uns den Nazis dort entgegentreten, wo sie demonstrieren wollen – friedlich, aber lautstark!"

Die fast 40 Teilnehmer, darunter auch Vertreter aus dem kirchlichen und politischen Bereich, haben ebenso einstimmig einen zusätzlichen Aufruf mit dem Titel „Wir Bocholter sagen NEIN zu NAZIS in unserer Stadt!“ beschlossen, der am kommenden Samstag (7. Juli) in der Zeit von 10.30 Uhr – 13.00 Uhr am Aktionsstand auf der Aa-Brücke in der Fußgängerzone in der Bocholter Innenstadt zur Verteilung kommen soll, aber dort auch unterschrieben werden kann. Unterschriften werden am Samstag außerdem für ein „NPD-Verbot jetzt“ gesammelt.

Bis zum nächsten Treffen am 14. August wird eine Vorbereitungsgruppe einen Vorschlag zum Ablauf der Demonstration und Kundgebung am 8. September erarbeiten. Interessierte können sich per Mail (bocholt-stellt-sich-quer@t-online.de) oder telefonisch (0175-2044447) melden.

Mit besten Grüßen

Rainer Sauer
46397 Bocholt
Im Osteresch 21b
Tel.: 02871-183535
Handy: 0175-2044447
E-Mail : bocholt-stellt-sich-quer@t-online.de

Initiative "No Nazis. Bocholt stellt sich quer!" www.bocholt-stellt-sich-quer.de

Aufruf

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Im statistischen Bundesschnitt wurden 2006 in jeder Stunde eine rechtsextremistische Straftat und Tag für Tag zweieinhalb Gewalttaten mit rechtsextremistischen Hintergrund registriert. Diese offiziellen Zahlen sind vorläufig und sie stapeln tief. Entsprechend größer ist die Zahl der Opfer. Oder anders gesagt: Rechtsextremismus, Rassismus und Antisemitismus sind hierzulande längst wieder eine Gefahr für Leib und Leben geworden. Dagegen hilft kein Aufstand der Anständigen mehr, dem alsbald die Zuständigen abhanden kommen. Dagegen hilft nur ein Marathon der Demokraten mit Zivilcourage.

Bocholter Aufruf gegen Nazis - Bocholt stellt sich quer


Wendy